07.02.2026
GD Holz fordert zügige Umsetzung des EU-Mercusur-Abkommens
Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) begrüßt das EU‑Mercosur-Abkommen als wichtigen Schritt zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit. Nach mehr als zwanzig Jahren Verhandlungen eröffnet das Abkommen eine der größten Freihandelszonen weltweit. Der Verband erwartet neue Impulse für Wachstum, Investitionen und stabile Lieferketten zwischen der EU und den Mercosur-Staaten. Entsprechendes gilt für das geplante EU-Indien-Freihandelsabkommen.
Mit dem Abbau von Zöllen und Handelshemmnissen verbessern sich nach Einschätzung des GD Holz die Marktzugänge für europäische Unternehmen. Davon profitiert insbesondere der Holzhandel. Sperrholzimporte aus Südamerika sowie Exporte von Buchenrund- und Nadel-Schnittholz nach Indien bilden bereits heute einen festen Bestandteil des internationalen Handels deutscher Unternehmen. Die erwarteten Effizienzgewinne in Logistik, Rohstoffbeschaffung und Handel bieten erhebliche Potenziale für kostengünstigere Importe, verbesserte Planbarkeit und langfristig stabile Partnerschaften.
Kritik übt der GD Holz am jüngsten Abstimmungsverhalten des Europäischen Parlaments. Die angestoßene Prüfung des Mercosur-Abkommens durch den Europäischen Gerichtshof - getragen durch Grüne und Rechtsnationale - verzögert aus Sicht des Verbands dringend benötigte wirtschaftliche Impulse und schwächt die europäische und deutsche Handlungsfähigkeit auf internationalen Märkten. „Europa braucht mehr wirtschaftliche Öffnung statt neuer Blockaden. Die Entscheidung des Parlaments sendet ein falsches Signal an unsere Handelspartner und gefährdet Chancen, die wir dringend nutzen müssen“, betont Maximilian Habisreutinger, Vorsitzender des GD Holz nachdrücklich.
Der GD Holz fordert die Europäische Kommission auf, trotz des laufenden Prüfverfahrens alle notwendigen Schritte einzuleiten, um das Abkommen zeitnah vorläufig in Kraft zu setzen. Ziel ist es, im Wettbewerb mit den USA und China nicht weiter an Boden zu verlieren. Nach Angaben des Verbands muss Handelspolitik stärker wirtschaftliche Realitäten und das sich schnell verändernde globale Umfeld berücksichtigen. Nachhaltigkeitsfragen bleiben bedeutend, dürfen internationale Kooperationen aus Sicht des GD Holz jedoch nicht strukturell behindern. „Ein schnelles, wenn auch vorläufiges Inkrafttreten beider Abkommen wäre ein starkes Zeichen, insbesondere in transatlantischer Richtung und für die Bedeutung internationaler Partnerschaften“, so Habisreutinger.
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