04.03.2026
GD Holz: kritisiert Ende der bayerischen Holzbauförderung
Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz e. V.) lehnt die Entscheidung des Freistaats Bayern ab, das Holzbauförderprogramm „BayF Holz“ nicht fortzuführen. Die Landesregierung beendet die Förderung zum Jahresende. Neue Anträge nimmt der Freistaat bereits jetzt nicht mehr an.„Bayern hätte mit diesem Programm ein Vorbild für eine bundesweit wirksame und pragmatische Holzbauförderung sein können“, erklärt der Vorsitzende des GD Holz, Maximilian Habisreutinger. Das Förderkonzept ist klar strukturiert, leicht zugänglich und zugleich hochwirksam.
„Bei einer durchschnittlicher Förderhöhe von rund 100.000 Euro für Mehrfamilienhäuser bot das Programm einen echten Anreiz, vom übermäßigen Einsatz rohölbasierter Dämmstoffe Abstand zu nehmen und auf klimafreundliche CO₂-Speicher aus heimischen Wäldern zu setzen“, so Habisreutinger weiter. Diese Anreize gehen nun verloren. Das politische Signal zugunsten klimafreundlicher Bauweisen wird damit deutlich abgeschwächt.
Bisher wurden rund 510 Projekte mit insgesamt 58 Millionen Euro gefördert. Der Verband sieht darin ein deutliches Interesse und eine klare Wirksamkeit des Programms. Mit dem aprupten Stopp bleiben aus Sicht des GD Holz ungenutztes Potenzial und bereits angestoßene Entwicklungen zurück. Gleichzeitig sinkt die Investitionsbereitschaft, weil Planungssicherheit fehlt. Der GD Holz bewertet dies als falsches Signal zu einem Zeitpunkt, an dem die Bauwirtschaft Impulse benötigt. Die bislang für „BayF Holz“ vorgesehenen Mittel fließen künftig Programmen mit stärkerer sozialpolitischer Wirkung zu. Aus Sicht des GD Holz geht damit ein wichtiges Förderinstrument verloren, das bereits nachweislich wirtschaftliche und ökologische Effekte erzielt hat.
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