07.07.2026
Schüco erweitert Fuhrpark um drei elektrische Lkw
Schüco hat drei vollelektrische Mercedes-Benz eActros 600 in seine Logistikflotte aufgenommen. Die Fahrzeuge wurden am 2. Juli 2026 am Schüco Campus in Bielefeld übergeben. Sie sollen künftig im Regionalverkehr, in der Werkslogistik und auf planbaren Langstrecken fahren. Die neuen Elektro-Lkw ergänzen die Schüco-Flotte mit insgesamt 56 Fahrzeugen. Mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern pro Ladung eignen sie sich nach Unternehmensangaben für zahlreiche Logistikanforderungen im Tagesgeschäft.
Schüco verbindet die Elektrifizierung der Flotte mit Klimazielen und wirtschaftlichen Erwartungen. Jedes der neuen Fahrzeuge soll jährlich rund 60 Tonnen Kohlendioxid einsparen. Zudem rechnet das Unternehmen mit geringeren Energie- und Wartungskosten sowie einer langfristigen Absicherung gegenüber steigenden Kohlendioxid-Preisen. „Die Umstellung auf alternative Antriebe ist ein wichtiger Baustein zur Erreichung unserer Klimaziele“, sagte Stefanie Hirschmann, COO Metal Division der Schüco International KG. „Gleichzeitig stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit, denn nachhaltige Logistik wird für Kunden und Partner zunehmend zu einem entscheidenden Kriterium.“ In Märkten wie Skandinavien und den Niederlanden gewinnt eine klimafreundliche Lieferkette weiter an Bedeutung.
Schüco will den Anteil elektrischer Nutzfahrzeuge in den kommenden Jahren schrittweise ausbauen. Voraussetzung dafür sind positive Praxiserfahrungen und der Ausbau der Ladeinfrastruktur. Am Standort Bielefeld entsteht derzeit eine Ladesäule für die E-Lkw. Sie soll voraussichtlich ab Oktober in Betrieb gehen. Ergänzend nutzt das Unternehmen externe Ladepunkte. Die Ladezeiten liegen je nach Leistung zwischen etwa einer und acht Stunden. Wo es möglich ist, lädt Schüco mit Strom aus erneuerbaren Energien, unter anderem über einen Vertrag mit den Stadtwerken Bielefeld.
Mit den Elektro-Lkw verändern sich auch die Anforderungen an die Fahrer. Sie werden zusätzlich in Ladeprozessen, Reichweitenmanagement und energieeffizienter Fahrweise geschult. Das Unternehmen will damit auch neue Fachkräfte gewinnen, durch attraktivere Arbeitsbedingungen wie ruhigere Fahrbedingungen und moderne Fahrzeugtechnik. Neben den männlichen Fahrern gehören derzeit drei Fahrerinnen zum Team. „Die Transformation der Logistik betrifft nicht nur Technik, sondern vor allem die Menschen dahinter“, sagte Kai Schürmann, Leiter Logistik Metallbau bei Schüco.
Bei der Einführung der Elektro-Lkw nutzt Schüco Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit Logistikpartnern und aus anderen Unternehmen. Als aktuelle Herausforderungen nennt das Unternehmen noch Ladeplanung, Reichweitenmanagement und die Verfügbarkeit externer Ladeinfrastruktur. Auch längere Lieferzeiten bei Ladeeinrichtungen erschwerten die Vorbereitung. Parallel optimiert Schüco Transportrouten und prüft für spezielle Einsatzbereiche weitere Antriebstechnologien wie Wasserstoff.
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