18.02.2026
Baugenehmigungen 2025 gestiegen
Die Zahl der Baugenehmigungen ist 2025 gestiegen. Wie das Statistisches Bundesamt mitteilte, wurden im Gesamtjahr 238.500 Wohnungen genehmigt. Das sind 23.200 beziehungsweise 10,8 Prozent mehr als 2024. Im Vorjahr hatten die Behörden 215.300 Wohnungen genehmigt – der niedrigste Wert seit 2010 mit damals 187.600 Wohnungen.
Im Dezember 2025 wurden 22.900 Wohnungen genehmigt. Damit stieg die Zahl der Genehmigungen den siebten Monat in Folge. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem Plus von 3,1 Prozent. Von Januar bis Dezember 2025 entfielen rund 128.000 Genehmigungen auf neue Mehrfamilienhäuser. Das sind knapp 14.000 mehr als im Vorjahr und ein Anstieg von gut 12 Prozent. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern wurden gut 57.000 Wohnungen genehmigt, rund 6.400 mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Plus von knapp 13 Prozent.
„Mit diesem Ergebnis können wir das erste Mal seit drei Jahren eine positive Entwicklung vermelden. Doch nicht alles, was genehmigt wird, wird auch gebaut. Der politische Erfolg der Bundesregierung muss sich an den Zahlen der Baufertigstellungen messen lassen. Denn nur dann münden die positiven Meldungen auch in Aufträge für die Wohnungsbauunternehmen und in bezahlbarem Wohnraum“, erklärte Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. Nach Einschätzung des Zentralverband Deutsches Baugewerbe wurden 2025 rund 225.000 Wohnungen fertiggestellt. Der Verband geht davon aus, dass jährlich mindestens 100.000 Wohnungen zusätzlich benötigt werden. Zwischen Genehmigung und Fertigstellung vergehen in der Regel zwei bis drei Jahre.
„Wir warnen davor, sich von diesem Plus blenden zu lassen“, sagte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe. Die Zahl der Genehmigungen sei ein erster Schritt, die Differenz zwischen Bedarf und tatsächlicher Bautätigkeit bestehe jedoch weiter. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erwartet für 2026 eher eine Stabilisierung oder einen leichten Zuwachs bei den Genehmigungen als hohe Wachstumsraten. Die Hypothekenzinsen für langfristige Finanzierungen lagen zum Jahresende bei 3,7 Prozent. Laut Angaben des Ifo Institut meldete im Januar rund die Hälfte der Bauunternehmen weiterhin einen Auftragsmangel im Wohnungsbau. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe verweist zudem auf die neu aufgelegte EH55-Plus-Förderung, die nach Verbandsangaben gut angenommen wird. Diskutiert wird außerdem eine Anpassung der Sonderabschreibung, die künftig an den Standard EH55 statt EH40 gekoppelt werden könnte.
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