21.05.2026
EUDR: Holzindustrie warnt vor neuen Handelskonflikten
Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) warnt vor Handelskonflikten durch die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR). Der Verband fordert von der EU-Kommission einfachere Regeln für Länder, die ein geringes Entwaldungsrisiko nachweisen. Mehrere Handelspartner der Europäischen Union hatten enttäuscht auf das „EUDR Simplification Package“ der EU-Kommission reagiert. HDH-Präsident Dr. Carsten Merforth fordert deshalb weitere Gespräche vor der verbindlichen Anwendung der Verordnung ab 2027.
„In der angespannten wirtschaftlichen Lage ist ein freier und ungestörter Handel auch mit Holzprodukten wichtig. Die Kritik der USA, Kanadas und Australiens an den neuen Regelungen ist nicht von der Hand zu weisen“, sagt Merforth. Die EU-Kommission müsse die Gespräche mit den Handelspartnern fortsetzen und deutlich einfachere Regeln für Länder mit geringem Entwaldungsrisiko schaffen.
Hintergrund sind Forderungen betroffener Länder an die EU, bei nachweislich geringem Entwaldungsrisiko Erleichterungen bei der aufwendigen Datenerhebung im Rahmen der EUDR zuzulassen. Weder die Anpassung der Verordnung im Dezember 2025 noch das im Mai 2026 veröffentlichte weitere „Vereinfachungspaket“ brachten in diesem Punkt Erleichterungen. Neben den USA, Kanada und Australien kritisierten im vergangenen Monat auch Verbände aus Japan und Neuseeland den Status quo der EUDR und legten Vorschläge für die Umsetzung der Verordnung vor.
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