30.09.2026
Ligna 2027 ohne Südeingang und Halle 11
Die Ligna 2027 konzentriert sich auf weniger Hallen. Halle 11 wird nicht genutzt, auch der Eingang Süd bleibt geschlossen. Acht Monate vor dem Start vom 10. bis 14. Mai sind rund 1.100 Aussteller mit 100.000 m² gebucht. Zum Vergleich: 2025 waren es 1.425 Aussteller auf 113.832 m². Trotz der geringeren belegten Fläche bleibt das Kernsegment stark besetzt. „Die Branche ist im Kernsegment der
Ligna komplett vertreten, kein Name fehlt“, sagt Stephanie Wagner, Global Director Ligna bei der Deutschen Messe AG. Gleichzeitig buchen vor allem größere Unternehmen teilweise kleinere Standflächen. Die wirtschaftliche Lage der Holzbearbeitungsbranche bleibt angespannt.
Die Messe bündelt die Aussteller 2027 stärker in den verbleibenden Hallen. Halle 11 war in den vergangenen Jahren nur teilweise belegt und weniger direkt in die zentralen Besucherströme eingebunden. Die dort bislang vertretenen Unternehmen wechseln in stärker frequentierte Bereiche. Der unmittelbar angrenzende Eingang Süd bleibt ebenfalls geschlossen. Bereits 2023 und 2025 wurde er vergleichsweise wenig genutzt.
Neue Formate wachsen
Parallel baut die Ligna zwei neue Formate aus. Bei Ligna.Builds entsteht im Freigelände eine Live-Baustelle für den industriellen Holzbau. Wolf System errichtet dort ein Haus. Als Technologiepartner beteiligen sich unter anderem Homag mit Weinmann, System TM und Kallesoe, Hundegger, SCM und Weinig. Neu dabei sind auch Egger und Würth.
„Ligna.Builds trifft den aktuellen Nerv der Branche“, sagt Wagner. Der moderne industrielle Holzbau rückt damit stärker in den Mittelpunkt der Messe. Das Format entsteht gemeinsam mit holzbau.tech aus Rosenheim. Die Technische Hochschule Rosenheim begleitet das Projekt wissenschaftlich. Auch der Ligna.TruckStop wächst. Die Fläche soll sich gegenüber der vorherigen Ausgabe nahezu verdreifachen, die Zahl der teilnehmenden Unternehmen verdoppeln. Neu dabei sind unter anderem Bosch Powertools, Fischer, Häfele, Heco Schrauben und Spax. Festool und Makita sind ebenfalls vertreten.
Die Verbindung mit der Live-Baustelle von Ligna.Builds soll die Produkte stärker in konkrete Anwendungen einbinden. Im Mittelpunkt stehen Lösungen für den modernen Holzbau sowie für Tischler und Schreiner. VDMA-Geschäftsführer Bernhard Dirr sieht vor allem in den holzbaunahen Bereichen eine vergleichsweise stabile Entwicklung. Auch im Fertighausbau zeigen sich positive Signale. Für Ligna.Builds ergibt sich daraus zusätzliches Potenzial. „Wir passen die räumliche Struktur an die aktuelle Marktlage an und konzentrieren die Ligna dort, wo Aussteller und Besucher tatsächlich zusammenkommen“, sagt Wagner.
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