29.04.2026

Waldstrategie NRW: Industrie fordert Priorität für Holznutzung

Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) begrüßt die neue Waldstrategie Nordrhein-Westfalens als wichtigen Ansatz für die Weiterentwicklung der Wälder. Entscheidend für die Umsetzung ist aus Sicht des Verbands das Zusammenspiel von Waldbewirtschaftung und Holzverwendung. „Holz aus regionaler Waldwirtschaft ist der Schlüssel für die nachhaltige Transformation unserer Gesellschaft“, erklärt Julia Möbus, Geschäftsführerin des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbands (DeSH). Mit über 190.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mehr als 40 Milliarden Euro ist das Cluster Forst und Holz ein zentraler Wirtschaftspfeiler in Nordrhein-Westfalen. Damit dieser Sektor seine Funktion als Klimaschützer und Arbeitgeber weiterhin erfüllen kann, muss die Verfügbarkeit des Rohstoffs langfristig gesichert werden. Damit dieser Sektor seine Funktion als Klimaschützer und Arbeitgeber weiterhin erfüllen kann, muss die Verfügbarkeit des Rohstoffs langfristig gesichert werden.

Um den CO₂-Ausstoß und die Klimafolgen für den Wald zu senken, appelliert der Verband, den Beitrag von Waldbewirtschaftung und Holzverwendung zum Klimaschutz mit höchster Priorität einzustufen. Die stoffliche Nutzung von Holz ist als Ersatz für CO₂-intensive, fossile Baustoffe unverzichtbar und damit auch für den Erhalt der Wälder der Zukunft. Die Säge- und Holzindustrie bewertet Bestrebungen, die Bewirtschaftung der Wälder weiter einzuschränken, kritisch. Programme zur Totholzanreicherung wie das Xylobius-Programm oder Honorierungen für den Verzicht auf Holznutzung bergen die Gefahr, den Aufbau klimastabiler Wälder auszubremsen und die angespannte Rohstofflage durch die massiven Waldschäden der vergangenen Jahre weiter zu verschärfen.

Der DeSH spricht sich daher gegen politische Pläne zur Flächenstilllegung aus. Aus Sicht des Verbands ist ein aktiv bewirtschafteter Wald die Voraussetzung für einen klimastabilen Mischwald, der langfristig Rohstoffe liefert. Stattdessen plädiert der Verband für integrative Ansätze, die Naturschutz und forstwirtschaftliche Nutzung verbinden.

Forderungen für einen starken Standort NRW


Um Wälder und Wirtschaftsstandort in Nordrhein-Westfalen langfristig zu sichern, fordert der DeSH ein frühzeitig ansetzendes Kalamitätsmanagement, das gemeinsam mit der Industrie verlässliche Lagerkapazitäten aufbaut. Um einer drohenden Rohstoffknappheit entgegenzuwirken, plädiert der Verband außerdem für eine stärkere Aktivierung des Privatwaldes durch gezielte Beratung – statt durch Anreize für Stilllegungsflächen, die aus seiner Sicht falsche Signale setzen. Darüber hinaus setzt sich die Branche für eine landesweite Holzbau-Offensive sowie für den konsequenten Abbau baurechtlicher Hürden ein, um Holz als nachhaltigen Baustoff und effektiven Klimaschützer besser zu nutzen.

Zugleich richtet der DeSH einen Appell an die Landesregierung, die Sicherung der Rohstoffbasis nicht lediglich als „mittel“, sondern als „sehr dringlich“ zu bewerten. Eine verlässliche Versorgung der heimischen Betriebe ist entscheidend, damit Nordrhein-Westfalen wirtschaftlich stark bleibt und seine Klimaziele erreicht.

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Foto/Grafik: DESH
Der DeSH fordert mehr Waldbewirtschaftung und Holznutzung, um die Rohstoffversorgung zu sichern
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